Heißzeit

Wie könnte ein Körper die natürlichen Folgen eines Temperaturanstiegs auf der Erde reflektieren, verinnerlichen oder darstellen?

In Heißzeit wird der Körper der Darstellerin Léonor Clary zur Oberfläche von Hitzeentwicklungen. Ihr Körper schwitzt und schmilzt. Er wird entleert und erschöpft. Dann wieder aufgefüllt und ins Gleichgewicht gebracht. Wiederholung. Ein versteckter Countdown beginnt. Zwischen Atmosphären von Ekstase und Meditation sehen wir einen Körper, der sich wandelt; von schmelzenden Gletschern zu brennenden Wäldern und Dürren. Natürliche Momente werden eingefroren, vor- oder zurückgespult. Realitäten verschwimmen und Träume werden greifbarer.

Das Stück erzählt von einem Weg zu einem Punkt ohne Wiederkehr (oder einem Neuanfang?). Es ist eine Beobachtung von Mensch und Klima, in welcher der Mensch zum Schöpfer seines eigenen Schicksals wird.

Credits

Erdacht, visualisiert und angeleitet: Jan Möllmer
Performance und Ko-Kreation: Léonor Clary
Technische Erfindungen: Baptiste Bersoux
Musikkollage: Baptiste Bersoux, Jan Möllmer
Outside Eye: Tsai-Wei Tien
Probenassistenten: Narumi Saso, Eva Pageix
Wissenschaftliche Begleitung: Dr. Johannes Venjakob, Constanze Schmidt
Fotografie: Bastian Hessler, Andreas Kling, Alexander Lopéz Guerra, Ralf Silberkuhl
Videografie (Teaser): Stsiapan Hurski

© Eine Peculiar Man Produktion

Foto: Ralf Silberkuhl

Gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, das NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste und das Kulturbüro der Stadt Wuppertal. Mit freundlicher Unterstützung des Bergischen Kulturfonds, dem Fonds für Kunst und Kultur, der Dr. Werner Jackstädt-Stiftung, der Stiftung Kalkwerke Oetelshofen und der Wuppertaler Stadtwerke. Kreiert im Austausch mit dem Wuppertal Institut. Ein besonderer Dank gilt den Kooperationspartnerinnen Tanz Station - Barmer Bahnhof, dem CoWerk18, der INSEL | Kultur im Ada und der renaissance AG.

Foto: Ralf Silberkuhl

Vorstellungstermine

21t. & 22. Dezember 2023, Factory Kaiser & Dicke, Wuppertal (Premiere)

Heißzeit wurde am 10. November 2023 als Work-in-progress auf der Insel | Kultur im Ada in Wuppertal gezeigt.
Es existiert in einer 30-minütigen und 50-minütigen Version.

Foto: Ralf Silberkuhl

„Das Heißzeit-Team hängt die Welt an den Tropf, lässt seine Protagonistin schmelzen, nach Atem ringen, sich immer wieder vermeintlich kühlende Luft zufächeln, die Erde als blauen Luftballon so weit aufblasen, bis sie platzt, Stürme als endlose Aneinanderreihung von Namen auftauchen, den Countdown für die Welt anzählen.“
– Westdeutsche Zeitung 

Fotos 1 & 2: Bastian Hessler, 3: Ralf Silberkuhl

Fotos: Bastian Hessler