Natur Schau Spiel

Was wäre, wenn unser Körper Teil eines Naturschauspiels sein könnte?

Um Antworten auf diese Frage zu finden kreiert Jan Möllmer zusammen mit dem Zirkuskünstler und Bühnenbildner Baptiste Bersoux einen Garten aus Baumaterialien und Erde. In ihm können Naturereignisse entstehen und Witterungen und Jahreszeiten nachgeahmt werden.

Die Zuschauer:innen werden Zeug:innen einer Naturbilderschau, in welchem der Körper der Tänzerin Narumi Saso im Zusammenspiel mit Erde, Wasser, Licht, Ton und Baumaterialien mit Naturmomenten verschmilzt. Hier entstehen Regen, Stürme, Flüsse, Vulkanausbrüche, Abend- und Morgenröten, Winde, Gletscherspaltungen und mehr.

Die Naturereignisse werden dabei technisch von Baptiste Bersoux kontrolliert:
In einem abgetrennten, verhüllten Raum, bedient er die Lichtquellen des Gartens, pumpt Wasser für Regenfälle und Flüsse und spielt Naturgeräusche von Schallplatten - alles live als Darsteller auf der Bühne.

Im Wechselspiel der Verbindungen zwischen Narumis Garten und Baptistes Raum choreografiert Jan ein Duett, in welchem die Performer einander Impulse geben und zu Auslösern und Resultaten der Natursituationen werden. Sie frieren Naturmomente ein, spulen sie vor- und zurück, setzen Markierungen und verzerren Realitäten, um Erinnerungen und Träume nahbar zu machen. Das Stück wirft Fragen nach den Werten der Natur und der menschlichen Vergänglichkeit auf.

Credits

Erdacht, visualisiert and angeleitet: Jan Möllmer
Performance: Baptiste Bersoux, Narumi Saso
Bühnenbild und Sound Design: Baptiste Bersoux, Jan Möllmer
Technische Erfindungen: Baptiste Bersoux
Dramaturgie, Outside Eye: Tsai-Wei Tien
Probenassistenz: Jan Chris Pollert
Fotografie: Alex Lopéz Guerra
Videografie und Editing: Sandeep Mehta
Filmproduktionskompanie: Mehtafilm

Eine Peculiar Man Produktion,
unterstützt von der Tanz Station - Barmer Bahnhof und der renaissance AG

Vorstellungstermine

2023:

  • 15. April, Fabrik Heeder, Krefeld, Deutschland

 

Natur Schau Spiel wurde zum ersten mal als work-in-progress in der ehemaligen Knopffabrik in Wuppertal gezeigt.

Das Stück kann an öffentlichen und Industrieorten gezeigt werden und an verschiedenste Räumlichkeiten angepasst werden. Die technische Ausstattung des Bühnenbilds begrenzt sich auf nur vier Lichtquellen und einen Bluetooth Lautsprecher, sodass verschiedenste Räumlichkeiten fernab von konventionellen Bühnen bespielt werden können.